Paradiddle One – Basis Übungen zum Single Paradiddle

Paradiddle? Was das denn? War das nicht was mit Recht Links Rechts Rechts Links Rechts Links Links? Korrekt. Der Paradiddle ist ein Teil der Standard Rudiments, die zu den Grundlagenübungen beim Schlagzeug gehören. Erstmals in einem Lehrbuch sind diese Rudiments in der Schlagzeugschule von Sanford Augustus Moeller erschienen.

Ursprünglich sind die Rudiments von der National Association of Rudimental Drummers festgelegt worden und fanden vorwiegend in der Militärmusik Verwendung. Mittlerweile haben sich die Rudiments in allen Musikstilen durchgesetzt und finden in Beats und Drum Fills Verwendung. Die Percussive Arts Society hat die Amerikanischen Rudiments erweitert und standardisiert. Mittlerweile gibt es 40 Rudiments die z.B. in dem Buch Schlagzeug-Rudiments & Musikalische Anwendung zu finden sind.

Es gibt noch zahlreiche weitere Bücher die auch über diese 40 Standard Rudiments hinausgehen. Wer hier gerne etwas tiefer in die Materie eintauchen will, dem empfehle ich die Bücher Encyclopedia Rudimentia von Ryan A. Bloom und Drumset-Rudiments von Andreas Berg.

Warum Paradiddle?

Nun es ist zum einen eine wunderbare Übung die Hände unabhängiger und flexibler zu trainieren. Darüber hinaus lässt sich der Paradiddle auch sehr kreativ in Beats einsetzen, vor allem wenn man die Hände und Füße kombiniert.

Noch schicker wird alles wenn man seine Drumfills auf Paradiddles aufbaut. Es gibt hier wirklich unzählige Möglichkeiten alles zu kombinieren und so das eigene Schlagzeugspiel interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.

Paradiddle im Beat

Paradiddle Fill

Warum heißt das Paradiddle?

Der Name ist Programm, Para beschreibt die beiden Singlestroke Schläge während Diddle den Doublestroke definiert. Paradiddle ist also nix anderes als RLRR oder LRLL. Ein Para-ParaDiddle wäre dann RLRLRR oder LRLRLL. Ein Paradiddlediddle wäre RLRLRR oder LRLRLL.

Jared Dines hat da anscheinend auch so seine Probleme mit.

Wie übt man Paradiddle Übungen am besten?

Es gibt unzählige Wege zum Ziel zu kommen, leider führt keine Methode am Üben vorbei. Am Anfang steht erstmal das Rudiment an sich, generell fängt man mit RLRR LRLL an, das ist aber nicht in Stein gemeißelt. Die Drumtreff Übung baut erstmal auf den Basis Paradiddle auf und baut dann Beispiel Fill Ins als Paradiddle in einen Beat ein.

Am besten übt man die ersten, reinen Paradiddle Übungen mit dem Metronom und baut hier das Tempo stetig aus. Fangt ruhig ganz langsam an und erhöht das Tempo nicht zu früh, nichts ist schlimmer als unrhythmisches Gestotter am Schlagzeug. Na gut ne kratzende Geige vielleicht, oder ein blökendes Saxophon oder … ach komm lassen wir das. Lasst Euch Zeit dabei und habt Spaß. Der Groove steht immer im Vordergund, achtet nebenbei auf Stickhaltung und Sitzposition. Wenn alles gut läuft dreht ihr das Metronom etwas höher.

Back to Basics: Es ist immer wieder eine gute Idee ein- zweimal im Monat einen Back to Basics Tag einzulegen, hierzu gehört auch der Single Paradiddle. Holt die alten Übungen raus und spielt alles mal ganz langsam durch und schaut auf die grundsätzlichen Dinge wie Timing, Stickhaltung, Sitzposition und Lockerheit.

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