3 Doppelfussmaschinen in unterschiedlichen Preisklassen

Doppelfussmaschinen hatten wir gerade erst in der Marktübersicht. Da lag es nahe den eigenen “Fuhrpark” mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und mit dem zu vergleichen was ich in diesem Jahr so bei der Suche nach einer neuen so angespielt habe. Grund für die Neuanschaffung war, ich muss es zugeben, der Reiz des neuen. Ich hatte einfach Lust auf ein neues Doppel Fußpedal, und das obwohl ich mit meinem derzeitigen Pearl Eliminator hoch zufrieden bin. Man kann sich ja aber mal umschauen.

Leider war die Auswahl hier vor Ort nicht so üppig wie erwartet. Das liegt sicher auch daran das die Einzelhändler zur Zeit kein großes Interesse an übermäßiger Lagerhaltung haben. Ich hoffe inständig das der Trend irgendwann mal wieder Richtung “Geschäft vor Ort” geht aber derzeit ist die Lage für die Fachgeschäfte alles andere als rosig.

Wie auch immer ich hatte Zeit und war auch bereit ein bisschen durch die Gegend zu fahren. Gesucht wurde ein Pedal das meine Pearl Eliminator in den Schatten stellt und mich überzeugt etwas neues auszuprobieren. Und was soll ich sagen, ich bin fündig geworden, es wurde aber sehr Teuer. Ein Grund mehr hier mal 3 Doppelpedale in verschiedenen Preisklassen aufzulisten die ich persönlich aus eigenem Gebrauch und eigener Erfahrung empfehlen kann.


Millenium PD-223 Pro (Für Einsteiger und absolute Neulinge)

Wer absolut neu in das Thema Double Bass einsteigt wird nicht unbedingt gleich 500 bis 1000 Euro locker machen wollen. Wenn doch dann herzlichen Glückwunsch zum tollen Job. Kann man natürlich auch machen, aber gerade Eltern die Ihrem Kind das Hobby ermöglichen wollen stehen hier oftmals auch vor finanziellen Herausforderungen. Schlagzeug, Sticks, Noten neue Felle. Da geht schonmal ein ordentlicher Batzen Geld über den Ladentisch. Wenn man jetzt noch mit einem Pedal kommt das mit 700 Euro vielleicht genauso viel kostet wie das gesamte Schlagzeug dann wird man sicher nicht besonders viel Applaus ernten.

Ich empfehle meinen Schülern erstmal immer mit Hi-Hat und Bassdrum die Füsse zu trainieren bevor sie die Double Bass bedienen dürfen. Ein guter Einstieg in diese Materie sind die Übungen aus der Foot Control Serie. Ein Doppel-Pedal kann auch Kontraproduktiv sein. Nämlich genau dann wenn man damit keine guten Ergebnisse erzielt. Wenn die Hi-Hat schonmal gut läuft dann wird bei mir im Unterricht das Millenium PD-223 Pro angeschraubt. Ich bin absolut überzeugt von diesem Pedal, hauptsächlich aufgrund des Preises. Direktantrieb, zahlreiche Einstellmöglichkeiten, Bodenplatte mit Kletthaftung und Double-Beater für unter 150 Euro sind schonmal eine Ansage. Der Ein oder andere wird sicher meckern und sagen, ja aber die halten doch nicht lange. Korrekt da schlägt nach gewisser Zeit auch mal was aus und nutzt sich ab, aber für 129 Euro bekomme ich bei DW gerade mal die Ersatzteile.

Für den Einstieg ist das Pedal ideal, da man hier ja nicht davon ausgeht das jeden Tag 6 Stunden Deathmetalbeats in 64tel durchgebolzt werden. Es geht darum ein Gefühl dafür zu bekommen beide Füße im Spiel einzubeziehen und die Unabhängigkeit zwischen Füßen und Händen zu verbessern. Mein Pedal ist hier nun schon seit 4 Jahren mit diversen Schülerfüßen konfrontiert worden und funktioniert immer noch tadellos. Es wird zwar nicht viel umhergeschleppt aber doch oft an und abgebaut, und nicht besonders liebevoll behandelt. Die Haltbarkeit ist bei meinem Modell in jedem Fall gegeben. Hatte mich eigentlich darauf eingestellt alle 2 Jahre ein neues kaufen zu müssen. Aber bis jetzt ist alles bestens.

Das PD-223 Pro bietet für das Geld eine wirklich tolle Ausstattung.

  • Direktantrieb
  • Aluminium Scharniere
  • Stahl-Bodenplatte mit Klettfixierung
  • Seitliche Schraube für die Befestigung am Spannreifen (gaaanz wichtig)
  • Einstellbarer Federzug
  • Double-Beater (Filz/Kunststoff) um 180° drehbar
  • Integrierter Stimmschlüssel

Spielbarkeit und Laufeigenschaften

Das Pedal ist leider nicht geräuschlos, hier bin ich auch von meiner Eliminator verwöhnt, aber die kostet auch das dreifache. Im Studio würde ich das Pedal mit Sicherheit nicht verwenden. Auch wenn man im Live-Betrieb die Bassdrum am Schlagfell abnimmt ist das Geräusch schon deutlich wahrnehmbar. Zudem quietscht die Maschine sporadisch einfach mal drauf los, das lässt sich nicht reproduzieren, die Maschine macht das spontan nach Lust und Laune.

Das Pedal ist ein Übungsarbeitstier und hier spielt es mit dem geringen Preis natürlich seine Stärken aus. Es ist auch gut an E-Drums und Übungspads zu befestigen und leistet in diesem Bereich tolle Arbeit.

Federspannung

Die Federspannung lässt sich für beide Pedale separat einstellen, alle Schrauben lassen sich mit dem integrierten Stimmschlüssel oder per Hand lösen und befestigen. Die Verarbeitung des Pedals ist für den Preis schon als hervorragend zu bewerten, mir sind keine gravierende Verabeitungsmängel aufgefallen.

Die Maschine läuft, wie bereits erwähnt, nicht völlig geräuschlos aber die Laufeigenschaften sind sehr gut. Das Pedal reagiert durch den Direktantrieb extrem schnell und man kann auch dynamische Feinheiten mit diesem Pedal gut umsetzen. Oft wird als Kritikpunkt angegeben dass das linke Pedal nicht so gut anspricht wie das rechte. Das ist aber ein Nachteil bei allen Doppelfussmaschinen. Außerdem kann man das generell kaum bewerten das der linke Fuß ja auch anders ist als der rechte. Ich habe kein Doppelpedal bei dem sich beide Füße gleich anfühlen. Ich habe nicht mal Sticks bei denen sich beide Hände gleich anfühlen.

Fazit

Um mal zum Schluß zu kommen: Das Pedal reicht für 95% der Double-Bass Anfänger völlig aus bzw. wird auch darüber hinaus noch lange seinen Dienst verrichten. Erst wenn es dazu kommt auch mal professionelle Aufnahmen zu machen oder mehr als 10x im Jahr einen Gig mit überdurchschnittlichem Gebrauch des Doppelpedals zu bestreiten. Dann wird es Zeit sich mal etwas weiter zu entwickeln und in den nächsten Preisbereich zu konvertieren.

Bilder zum Millenium PD-223 Pro


Pearl P-2052B Eliminator Pedal

Seit dem das Pedal 2016 erschienen ist und ich es damals erstmalig bei Thomann anspielen konnte, war ich hin und weg. Ich möchte vorwegschicken dass das Pedal auch mit Kettenantrieb unter der Bezeichnung P-2052C erschienen ist. Habe ich eigentlich erwähnt das ich absoluter Fan der Pearl Hardware bin? Nein? Okay, ist aber so, daher ist das hier jetzt nicht sonderlich objektiv. Ich hab ne Pearl Brille auf. Also verzeiht mir meine Lobhudelei. Ich habe mich bewusst für den Bandantrieb entschieden, das Pedal reagiert einen ticken direkter und die Maschine ist insgesamt etwas laufruhiger als die Kettenvariante. Das ist aber Geschmackssache.

Im Gegensatz zur PD-223 Pro von Millenium fühlt sich die Eliminator zuerst einmal ein ganzes Stück edler und wertiger an. Die Redline Oberfläche ist ein Traum in Optik und Funktion. Die Pedale habe den für mich absolut perfekten Grip, zudem verfügt die Maschine über Zehenstopper. Die Kardanwelle und die verbauten Kugellager sind dermaßen laufruhig das man sich schon erschreckt wenn man mal ordentlich reintritt. Die Bassdrum knallt einem ohne Verwarnung um die Ohren. Das die Flügelschraube zur Befestigung am Spannreifen seitlich angebracht ist brauche ich hier nicht extra zu erwähnen. Die Maschine ist mein absoluter Topfavorit unter den Doppelfussmaschinen, seit 5 Jahren freue ich mich täglich auf meine Double-Bass Übungen.

Die Features der Pearl P-2052B Eliminator

  • Eliminator Redline-Serie
  • Bandantrieb
  • NiNja Kugellager aus der Skateboard-Branche
  • freischwingende Federaufhängung
  • vierseitiger Quad Control Core Beater
  • Powershifter Funktion
  • austauschbare Cams verändern das Spielgefühl
  • “Redline” Pedaloberfläche für erhöhten Grip
  • laufruhige Kardanwelle
  • inkl. Tasche

Redline und Cams

Gehen wir mal etwas ins Detail. Redline heißt erstmal das die Pedaloberfläche rote Akzente hat. Diese Punkte am Fußballen bieten dem Fuß mehr Grip als z.B. in der Blackline. Das ist natürlich ein Punkt der vom persönlichen Geschmack abhängig ist aber für mich passt die Redline wie die Faust aufs Auge. Ein nicht zu unterschätzendes Feature, vor allem wenn man etwas fortgeschrittener wird, sind die austauschbaren Cams. Dadurch lässt sich die Beschleunigung des Beaters beeinflussen. Von Linear bis hin zum konzentrischen Abrollverhalten ist hier einiges möglich und man kann viel experimentieren. Sehr nützliches Feature für den letzten Feinschliff und das letzte Quentchen Power.

Ninja Kugellager

Die Kugellager sind ja vom Papier her schon extrem. Fast nicht vorhandene Reibung verspricht Pearl. Man müsste wohl herkömmliche Kugellager einbauen um die tollen Eigenschaften der Ninja Kugellager zu prüfen aber solange alles still ist und sich alles leicht und geschmeidig bewegt, ist es mir recht wenn die Kugellager aus der Skateboardbranche stammen. Andere Hersteller nutzen Teile aus dem professionellen Radsport. Warum auch nicht.

Geräuscharme Kardanwelle

Die Kardanwelle aus Aluminium sticht erstmal durch das geringe Gewicht heraus. Im Gegensatz zu einer älteren Pearl Fussmaschine ist das schon ein gewaltiger Unterschied. Das erzeugt natürlich weniger bewegte Masse und führt dabei zu sehr leichten Laufeigenschaften und sehr direkter Ansprache.

Powershift Funktion

Die Powershift Funktion ist bei den meisten Pearl Pedalen dabei und ermöglicht eine sehr differenzierte Einstellung der Pedalplatte. Ein Gimmick das ich nicht mehr missen möchte, da ich so wirklich das für mich beste Spielgefühl ermöglichen kann.

Freischwingende Feder

Die Federn sind “freischwingend” aufgehängt was zusätzliche Laufruhe bringt, zudem ist eine Skala angebracht die sehr präzise Einstellungen ermöglicht.

Fazit

All diese Features und Einstellmöglichkeiten machen sich erst ab einem gewissen Spielniveau bemerkbar. Wer gerade mit der Double Bass anfängt wird viele Einstellungen noch gar nicht brauchen, geschweige denn zu schätzen wissen. Ich könnte ohne all das nicht so agieren wie ich es zur Zeit tue. Zumal es sich auch im Laufe der Zeit verändert. Auch die wechselbaren Cams halten manche für überflüssig, ich habe die Erfahrung gemacht das ich für verschiedene Besetzungen auch die unterschiedlichen Cams gut gebrauchen kann, so würde ich im Blasorchester eher weniger die roten oder gelben Cams einsetzen, in meiner Hardcore Formation benutze ich aber nix anderes.

Und wie es sich für ein anständiges Stück Hardware gehört, packt Pearl zu dieser grandiosen Fußmaschine noch eine wirklich hochwertige Tasche oben drauf. Hier findet die Eliminator passgenau ihre Unterkunft und kann sicher von Wladiwostock nach Garmisch-Patenkirchen reisen. Doch irgendwann kommt auch mal der Punkt wo man mal was neues ausprobieren möchte. Mal über den Tellerrand schauen und gucken ob da noch anderes aufregendes existiert. Womit wir dann zu High End Klasse kommen

Bilder zur Pearl P-2052B Eliminator


Trick Drums Pro1-V Big Foot Black Widow Pedal ltd

Wohoo, dieses Fußpedal ist einfach eine Augenweide. Ich mag dieses Design und das Ding sieht einfach genau so aus wie es der Preis vorgibt. Rund 1100 Euro kostet der Spaß, und was soll ich sagen? Im Vergleich ist der Mehrpreis aus technischer und spielerischer Hinsicht nicht wirklich gerechtfertigt, aber für den aller letzten Kick, das kleine Quentschen mehr an Speed und Kontrolle ist es genau das richtige Werkzeug. Leider ist zur Zeit etwas schwer ranzukommen. Lediglich die silberne Variante in der Low Mass Version ist derzeit sofort lieferbar. Aber das warten lohnt sich dennoch.

Wer das entsprechende Budget hat und etwas besonders sucht der wird bei Trick Drums nicht enttäuscht. Dieses Fußpedal bietet ein hohes Maß an Innovation und Einstellmöglichkeiten das kaum noch Wünsche offenbleiben. Dazu gesellt sich eine Optik die eher an ein Designerstück denn eine Fußmaschine denken lässt. Die Black Widow könnte man sich zweifelsohne auch einfach ins Regal stellen und gut ausgeleuchtet den ganzen Tag bewundern.

Auslöser für den Kauf war die Tatsache das meine Eliminator kein Direktantrieb hat und als solche auch nicht verfügbar ist. Also dachte ich an die Pearl Demon P-3002D. Wäre es auch geworden, da ich ja Pearl Fan bin, und die Maschine mit rund 800 Euro auch ein gutes Preisleistungsverhältnis bietet. Im Gegensatz zu meiner Eliminator ist das Pedal auch wirklich nochmal eine Aufwertung was Features und Spielbarkeit angeht. Vor allem die Z-Link Kardanwelle ist der Hammer und die Pedale kleben förmlich an den Füßen.

Ja aber ich hatte die Rechnung ohne den sehr aufmerksamen Verkäufer gemacht. Dieser hat wohl bemerkt das mir noch das gewisse Etwas fehlt, das kleine Quentchen Extravaganz. Das i-Tüpfelchen halt das einem diese enorme Summe auch etwas leichter aus dem Portemonnaie leiert. Naja jedenfalls kam er in den Testraum und sagte: “Also ich weiß Du bist ein Pearl Fan (hä? steht das auf meiner Stirn oder was) und ich weiß Du bist mit der Demon voll zufrieden, aber ich hab hier noch was, da kann ich dir sogar noch einen attraktiven Preis anbieten. Naja und dann zog er aus dem Nichts die Black Widow hervor. Ich schwöre die hatten das Teil da auf Lager aber nicht ausgestellt, es machte den Anschein als hätten die einfach auf den richtigen gewartet. Warum ich das war kann ich nicht sagen, bin kein Virtuose auf der Doppelfussmaschine und kann auch nicht behaupten schwerreich auszusehen.

Naja, jedenfalls zog er dieses Pedal raus und ich war einfach nur geflasht. Klar kannte ich das Pedal schon, von Bildern in Katalogen und im Internet aber leibhaftig vor mir zum Anfassen war dann doch noch was anderes. Diese Oberflächen, das Design, die Haptik der Schrauben, der Hebel zur Arretierung am Spannreifen. Gott ein Traum.

Features der Black Widow von Trick Drums

  • limitierte Edition
  • zwei vollständig einsetzbare Single Pedale mit Welle verbunden
  • Direktantrieb
  • frei einstellbare Spannreifenhalterung
  • innovatives Design
  • Longboard Version
  • Titan-, Edelstahl und eloxierte Aluminiummaterialien
  • Split-Cam System für separates Einstellen des Beaterwinkels mit Skalierung
  • Druckfedertechnologie
  • anpassbare Federspannung
  • Rapid Release Hoop Clamp

Zwei vollwertige Singlepedale

Die Pro1-V Doppel-Fussmaschinen sind zwei vollwertige Singlepedale die durch eine Kardanwelle verbunden werden. Dank durchdachter Konstruktion kann der zweite Beater auch an dem anderen Pedal befestigt werden. Das bedeutet auch das alle Einstellungen individuell für jedes Pedal möglich sind. Ein Traum für jeden Detailfetischisten.

Druckfedertechnik

Die im Pedal integrierte Druckfeder mit der sehr gut zu bedienenden Einstellschraube ist ein Traum an feinfühliger Einstellung, anders als bei den herkömmlichen aussenliegenden Federn merkt man hier die Bewegungen am Einstellrad auch auf dem Pedal.

Rapid Release Hoop Clamp

Die Spannreifenhalterung ist ein kleines Manko da sie ein kleines Upgrade benötigt. Mich stört das aber wenig, da mein Spannreifen im Bereich der Fußmaschinenbefestigung eh aussieht wie sau. Zerkratzt, eingekerbt und nur noch wenig Lack dran. Problem ist halt das die Klammer öffnet sich nicht wirklich weit so dass man bei dickeren Spannreifen schon mal Probleme mit der Befestigung bekommt.

Spielgefühl

Ist diese Hürde umschifft, oder der Spannreifen gar genau passend für das Pedal erwartet einen Spielfreude pur. Schon im Laden konnte ich nicht aufhören durchgängige 32tel zu spielen. Die Ladenkundschaft war schon sichtlich genervt aufgrund des Gewitters aus dem Testraum. Egal, der Verkäufer hatte dieses, da hab ich alles richtig gemacht Grinsen im Gesicht, und war schon damit beschäftigt die Rechnung vorzubereiten. Der wusste genau das ich nix anderes mitnehme.

Und tatsächlich nach einer halben Stunde Sturmwarnung aus dem Testraum mit einigen Umbauten auf die Demon und wieder zurück, ging ich an den Tresen und sagte. Du Arsch, ich wollte heute Abend schön ein fettes Steak im Restaurant essen, das muss ich mir sparen weil Du mir diese Höllenmaschine gezeigt hast.

Es kam aber trotzdem zum Steak, denn erstens war die Maschine gar nicht so Teuer wie ich dachte und zweitens habe ich tatsächlich ein gutes Preisangebot bekommen das ich nicht ausschlagen konnte. Insgesamt hat die Maschine nur 150 Euro mehr als die Demon gekostet. Das war es mir Wert.

Fazit

Das einzige was mich wirklich ein bisschen stört. Es gibt kein passendes Case dafür. Bei einer UVP von 1100 Dollar (Straßenpreis in Deutschland ca. 1100 Euro) sollte echt ein passender Koffer dabei sein, zumal das Pedal aufgrund der ausgefallenen Bauweise nicht gut in andere Cases passt. Für mein PD-223 Pro habe ich mir mal ein Tama Powerpad Designer Pedal Bag gekauft, da passt es einigermaßen gut rein, aber optimal ist das leider auch nicht. Selbst auf der Trick Drums Seite ist nichts zu finden. Sehr schade.

Zudem sei noch erwähnt, das Teil ist nix für E-Drums oder Übungspads. Konstruktionsbedingt ist das zusätzliche Pedal etwas weiter aus der Mitte raus als bei herkömmlichen Fußpedalen. Man braucht also schon ein großes E- oder Übungs-Pad.

Bilder zum Trick Drums Pro1-V Black Widow

Alternativen

Natürlich gibt es jede Menge Alternativen. Das PD-223 Pro ist dennoch relativ konkurrenzlos. Es gibt das baugleiche Modell von Fame. XDrum bietet das Modell allerdings nicht an.

In der Mittelklasse gibt es unzählige Alternativen zu Eliminator von Pearl im Preisbereich von 400 – 500 Euro. Von der Tama Powerglide Iron Cobra oder der wirklich hervorragende Dixon PP-PCPD1D Precision Coil (mit Direktantrieb) bis hin zum Arbeitstier DFP-9500C von Yamaha hat man in diesem Preissegment eine große Auswahl. Heraus sticht hier aber vor allem noch die Mapex PF1000TW Falcon ein absolut unterbewertetes Pedal das in dieser Preisklasse zu einem der besten gehört.

Geheimtipp als Alternative

Mapex PF1000TW Falcon

Ein sehr leichtgängiges und laufruhiges Doppelpedal das einige Features hat die andere Hersteller in dieser Preisklasse nicht bieten. Die verkleinerte Bodenplatte lässt eine gute Anbindung an die Hi-Hat zu. Kugellager und Wellen sind aus dem professionellen Radsport übernommen. Und zudem haben die Beater auswechselbare Gewichte. Eine saugute Maschine zu einem vernünftigen Preis.

  • extrem leichtgängiges Bass Drum Pedal durch den Einsatz von Kugellagern – Wellen und Materialien aus dem professionellen Radsport
  • zwei auswechselbare Schlegelgewichte
  • kleinere Bodenplatte für bessere Anbindung an Hi-Hat
  • justierbarer Beaterwinkel
  • inkl. hochwertiger Transporttasche

Preis ca. 470 Euro bei Thomann

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